Als Esther über die Heide ging, war es noch hell um sie her, trotz der späten Abendstunde.

Niemand wußte, daß sie das Haus verlassen.

In Eriksgaard gingen sie nur ratlos wie die Verdammten umher und kannten noch nicht den Inhalt des Briefes –

Ja, den Inhalt des Briefes hätte sie ihnen wohl erst noch mitzuteilen gehabt –

Gleichviel – jetzt gab es kein Umkehren mehr.

Sie würden den Zettel schon selbst finden – kein Umkehren gab es mehr. –

In der Heide wühlte raschelnd der Nachtwind. Er roch nach dem weiten salzigen Wasser und dem blühenden Kraut –

Wie Perlen waren die rötlichen Blüten ringsum verstreut.

Am Himmel stieg langsam und pomphaft das heiße Farbenspiel der Dämmerung auf. Dann verblaßte es zögernd in die weiche, helle Tönung der Nacht.

Und Esther ging durch diese duftende, duftende Sommernacht, – ja, wie Garben mähte der Wind den Duft –