»O, ich habe nichts zu verzeihen, ich trage ja keine,« erklärte Esther, die von seiner knabenhaften Lustigkeit angesteckt wurde, was über ihre sonst zu herbe Erscheinung eine ungewöhnliche Anmut brachte.

»Wollen Sie nicht lieber den andern entgegengehen?« fragte sie bald darauf.

»Ah – Sie schicken mich fort?«

»Nicht doch – ich dachte nur –«

»Ach, wenn Sie nur das nicht dachten, dann mögen Sie vielleicht auch Eliza entgegengehen – und ich darf Sie begleiten?«

»Nein,« sagte Esther. Und dann, um die Schroffheit der Antwort zu mildern: »Nein, ich muß noch eine Kleinigkeit fertig malen, sonst trocknen die Farben ein.«

Arne ging also allein. –

Esther war plötzlich verstimmt.

Weshalb hatte sie diese kleine dumme Höflichkeitslüge gesagt?

Da kam ein fremder großer Junge in Lackschuhen, mit dem redete sie allerhand alberne intime Sachen, und zuletzt glaubte sie noch eine kleine Zurückweisung mit einer Höflichkeitslüge umkleiden zu müssen.