»Nur ein bißchen schwindelig.«

»Sie waren so blaß geworden. Setzen wir uns hier.« –

»Woher haben Sie die rote Rose, die Sie mir vorhin gaben?«

»Es ist die letzte Blüte von Camille de Rohan.«

»Ich weiß noch, wie sie in der Sonne stand – –«

Sie waren still – saßen nebeneinander und schwiegen. Auch Eliza hatte die Geige sinken lassen. Für einen Augenblick hörte man nur das Brennen der Kerzen wie einen leisen Atem durch den Raum.

Esther dachte: Etwas kommt zu mir – eine tiefe Angst. Ich verliere mich, und alles ist fremd und seltsam und bethörend – –

Sie sagte: »Ich bin müde – möchte hinauf gehen.«

Sie ging langsam durch das Zimmer und fing das Licht in ihren Augen auf, die vielen kleinen stolzen Flammen. Sie erhob den Kopf und war froh, und ein Gefühl der Macht ging ihr durch den Körper.

»Gute Nacht, Herr Rude.«