Er sagte: »Wie du willst, Kind – wie du willst.«
Und als sie nicht gleich wieder ging, beugte er sich mit einem seltsamen Ausdruck von Güte und Wehmut über sie und berührte mit den Lippen ihre Schläfe. – Dann sagte er: »Wie du es willst, so wird es gut sein.«
Danach aber versank er wieder in seine »böse Laune«.
Sie saßen allein zusammen in der Abenddämmerung und machten Zukunftspläne.
Fast vergaßen sie die Gegenwart über den Gedanken an das Kommende. Esther sagte: »Du mußt erzählen, wie es dann sein wird.«
»Dann« war nach der Hochzeit.
Sie wollte immer hören, wie es »dann« wäre – sie hatte eine feste und gläubige Zuversicht in dieses zukünftige Ereignis gefaßt, als ob damit durch eine magische Gewalt die letzten zögernden Vergangenheitszweifel vernichtet werden müßten.
Ja, sie wollte ihm gehören – sich ihm so mit allem Willen hingeben, daß einmal jenes letzte, seligste Wort auch zwischen ihnen zur Wahrheit werden könnte. – – – –
»Du mußt erzählen, wie es dann sein wird!«