Und die Schwäne reckten sich zischend zu ihr herauf, und die Worte fielen wie eine geheimnisvolle Last in das golden schwarze Wasser. – – – –

»Fräulein Franzenius, da stehen Sie nun immer und unterhalten sich mit den Schwänen?«

Esther sah auf. Fräulein von Preller stand neben ihr.

»Ich habe Sie gar nicht gesehen,« sagte Esther mit einem scheuen Lächeln.

»Natürlich nicht,« meinte die andre und sah ihr mit einem sonderbar guten und warmen Blick entgegen.

Esther dachte: »Sie ist schön.« Und dann: »Hat sie mir auch jetzt eben gewiß nichts ansehen können?«

Nein, gewiß ahnte sie nichts dergleichen. Sie fragte ganz harmlos: »Darf ich nun mit Ihnen zurückgehen? Denn wir müssen doch gewiß recht pünktlich zum Mittagessen kommen, sonst machen wir das arme Fräulein Schulze ja unglücklich.«

»Gern, wenn Sie mögen.«

Esther war ganz erleichtert, daß sie sich nicht durchschaut fühlen mußte.

So gingen sie nebeneinander durch den Tiergarten zurück.