„Viel, viel schöner sind sie als die, die uns Ursel kocht,“ meinten beide und langten tüchtig zu. Dann teilten sie den Rest in zwei gleiche Hälften, eine für Hans, die andere für Suse. — Gretel und Peter in der Schule sollten auch ihr Teil davon bekommen.
Als sich die Kinder nun eine gute Weile ausgeruht hatten, dachten sie endlich daran, daß es Zeit sei, in die Stadt zurückzuwandern. Zuvor aber faltete Suse schnell noch einmal das Papier auseinander, das Martins Geschenke enthielt, betrachtete sie mit seitlicher Kopfhaltung zärtlich und sagte leise, indem sie vorsichtig darüber streichelte: „Wunderschön.“ —
„Wir bringen es Martin mit, wenn wir nach Hause gehen,“ meinte sie halb zu Hans gewandt, halb sich selbst zum Trost.
Der Bruder stand auf und steckte seinen karierten Beutel in den Ranzen. Dann setzte sich das Geschwisterpaar in Bewegung der Stadt zu.
In der Schule, wo Hans mit Theobald und seinen Geschwistern zusammentraf, wurden die Ereignisse des gestrigen Tages mit größter Erbitterung durchgesprochen. Unternehmungslustig und rachelüstern glänzten die Augen der Vettern wie die von Banditen. Sie hatten sich einen Plan zu Hansens Rettung ausgesonnen. Wie das Licht des Tages sollte seine Unschuld glänzen, erklärten sie und forderten den Pechvogel deshalb auf, sich um drei Uhr mit Suse am Kriegerdenkmal einzustellen. Dort sollte er alles erfahren.
„Die Fremdlinge sollen vor uns zittern wie die Hasen,“ riefen sie, „die Kinnbacken sollen ihnen schlottern, die Knie sollen ihnen einknicken, das Herz soll ihnen in die Hosen rutschen, alles durch unsere tipp toppe Umsicht.“
Daheim trafen die kühnen Rettungsengel dann emsig Vorbereitungen zu den Taten des Nachmittags. In einer Geheimsprache klärten sie zuerst die Schwester und Vertraute Toni über ihre Absichten auf, und nach Tisch verschwanden sie in wilder Flucht im Garten.