Es wird ein harter Kampf werden. Wir sind vier gegen drei. Die zwei von ihnen sind aber viel älter als wir und glatt wie die Aale. — Ich habe mir aber schon gestern und heute die japanische Boxermethode angesehen. — Feines Buch. — Kostet zehn Pfennig. — Ich werde mich bewähren.
Es kann auch sein, daß sich das ganze Haus dazwischen wirft. Aber aushalten! Verstanden!“
Die Knaben nickten.
Toni und Suse standen zitternd daneben.
„Theobald,“ flehte die erstere, „laß uns doch auch mitgehen, wie die Feiglinge können wir doch unmöglich draußen stehen bleiben.“
„Ausgeschlossen,“ erklärte Theobald streng. „Der Vater will nicht mehr, daß ihr die Raufereien mitmacht. Auch die Großmutter hat geweint, als sie uns das letztemal besucht hat und gesehen hat, wie dir der Henner ein Stück vom Zopf geschnitten hat und damit die Friedenspfeife geraucht hat. Und obendrein ist es Onkel Rudolf seine gute, geschnitzte Pfeife gewesen, und er sagt, man riecht’s noch jetzt zehn Schritt gegen den Wind. Es sei eine Barbarei.“ —
„Hier habt ihr zehn Pfennig,“ setzte er milder hinzu. „Kauft Verbandstoffe und wartet hinter dem Gitter der Villa auf den Gang der Ereignisse. Kommen wir in wilder Flucht aus der Villa, so rennt ihr mit uns was ihr könnet. Verstanden? Nicht umsehen. Nur rennen, rennen — rennen. —“
Seufzend nickte Toni und schloß sich mit Suse dem Zug der Rachedurstigen an. Alle Knaben, bis auf Hans, trugen einen Stock in der Hand; und damit auch er bewaffnet sei, holte ihm Theobald unterwegs aus der Wohnung eines seiner Freunde einen derben Eichenknüppel.
Fünfzig Jahre wäre dieser Stock schon in der Familie gewesen und hätte bereits dem Urgroßvater gute Dienste getan, hatte der Freund zur Empfehlung des Steckens gesagt.
Hans nahm ihn dankend an.