Und als etwas später Gretel und Peter kamen, um wie gewöhnlich in den letzten Tagen des Nachmittags nach einer Nachricht von dem Kamel zu fragen, kochte sie den Gästen Schokolade und setzte ihnen kleine Kuchen vor. Alles aus reiner, seliger Freude über das genesene Kamel.
Als Hans am andern Morgen seinen Vettern in der Schule die frohe Nachricht von dem glücklichen Wechsel der Dinge überbringen wollte, ließen sie ihn erst gar nicht zu Worte kommen, so brannte sie eine eigene, wichtige Nachricht auf der Zunge. —
„Die Täter sind entlarvt,“ rief Theobald seinem Vetter von weitem zu.
„Unser Vater war gestern bei den Fremdlingen. Fein hat er’s gedeichselt. Und sie haben alles gestanden, diese miserablen Granadasöhne, und die schwarzen Ungeheuer auch...“
An demselben Tag traf der Doktorssohn zufällig auf seinem Heimweg mit seiner Schwester Suse zusammen, und die beiden gingen die letzte Strecke Weges miteinander. Hans lachte und summte fortwährend vor sich hin und sprang alle paar Schritte eine Elle hoch vor Freude.
„Nicht wahr, wie schön, daß wir nicht mehr an das Kamel zu denken brauchen?“ fragte er.
Seine Schwester nickte beifällig.
Aber trotzdem blieb sie nachdenklich, und mit einemmal seufzte sie tief vor sich hin.
„Was hast du?“ fragte der Bruder besorgt.
Eine Weile blieb sie die Antwort schuldig, dann stotterte sie etwas verlegen: „Weißt du, Hans, wenn wir recht viel Geld hätten, wäre es doch wunderschön, wenn wir ein Kamel für uns ganz alleine hätten. Denke dir wie herrlich wäre es, wenn es jetzt bei Frau Cimhuber auf uns wartete. Ich möchte wohl eins haben.“