„Ja,“ rief Suse, „ein Pharao.“

Sie war Feuer und Flamme für die Erklärung. Das Bündel, das bei Frau Cimhuber im Gang stand, konnte nur eine Mumie sein... ein ägyptischer König, vielleicht jener, der die Kinder Israel aus Ägypten getrieben hatte. Wie geheimnisvoll!

Auf Zehenspitzen schlich sie von nun an daran vorüber. Alle ihre Freunde und Bekannten wurden von dem interessanten Paket unterrichtet, und so geschah es, daß jener oben erwähnte Brief an Christine geschrieben wurde.

Hans redete weniger von der Mumie als seine Schwester, brannte aber in demselben Maße wie sie darauf, jene von Angesicht zu Angesicht zu sehen.

Frau Cimhuber mochte er nicht behelligen. So fragte er denn eines Tages die alte Magd: „Was will denn der Herr Missionar mit der Mumie anfangen, Ursel?“ Die Magd sperrte den Mund auf. „Was schnatterst du da?“ rief sie endlich. „Was für ein Kauderwelsch? Willst du mich utzen, raucht’s dir im Kamin?“

„Nein... nein, Ursel, durchaus nicht... die Mumie mein ich... da draußen auf dem Gang. — Er... er... der Pharao, der König von Ägypten. Kommen Sie, schauen Sie doch her... hier.“

Er lockte die Magd hinaus.

„Saperlott,“ schrie Ursel, als sie nichts sah wie das Bündel. „Willst du mich zum Besten haben? Soweit ist’s denn doch noch nicht mit uns gekommen. Ich will sehen, wer Meister ist, du oder ich...“

Hans stürzte Hals über Kopf die Vorplatztür hinaus und in fünf Sätzen die Treppe hinab.