Am andern Tag hatte er sich aber bereits wieder soweit gefaßt, daß er von neuem beginnen konnte: „Ursel, sollen denn die Sachen noch lang im Gang stehen, die Kiste und das andere Paket?“
„Warum frägst du?“ entgegnete die Magd. „Sind sie dir im Weg?“
„Nein, nein, durchaus nicht, im Gegenteil. Ich freue mich, daß die Sachen da sind. Ich interessiere mich dafür, auch Suse. Wir möchten die Gegenstände mal von inwendig besehen.“
„Was?“ rief Ursel erzürnt. — „Die ‚Gegenstände‘ — — —. Die ‚Gegenstände‘ wollt ihr durchschmusen? Was habt ihr in meinen Sachen verloren? Überall müßt ihr eure Nase drin haben.“
„Das sind Ihre Sachen?“ stotterte Hans und machte überlebensgroße Augen, „den König von Ägypten schenkt er Ihnen — Ihnen — Ihnen — na, da können Sie sich aber freuen.“
„Freuen soll ich mich?“ rief Ursel und rückte ihm auf den Leib. „Sag’s noch einmal, und du wirst es büßen.“
Hans flüchtete. Verwirrt keuchte er: „Da können Sie sich aber freuen. Das hätt’ ich nicht im Schlaf gedacht — Ihnen — Ihnen schenkt er den Pharao.“
Hinterdrein kam Ursel. „Ich will euch lehren, mir Mordgeschichten vom Pharao zu erzählen,“ schalt sie. „Wartet, euch sticht der Hafer. Nichts hört man mehr von dir und Suse als vom Pharao. Euch ist eine Schraube los. Gleich will ich dir einen Pharao mit dem Kochlöffel geben.“ —
„Kriegen wir bald zu sehen, was in den Paketen ist?“ fragte Suse einige Tage darauf schüchtern Ursel, als Hans sie auf Kundschaft ausgeschickt hatte.
„Niemals,“ entgegnete Ursel, „zur Strafe für eure Neugier.“