„Setzen Sie sich zu uns, Ursel,“ bat Edwin.

„Ach nein, vielen Dank, ich habe soviel zu tun.“

„Immer, immer zu tun, Ursel,“ meinte Edwin Cimhuber, „gerade noch wie früher.“

„Ja, die Pflicht geht vor, Herr Edwin,“ philosophierte Ursel, „und Arbeit versüßt das Leben.“

Wenige Minuten später war sie schon wieder nach der Küche unterwegs.

Toni war begeistert von der Szene, die sie von ihrem Auslug in der Höhe wahrgenommen hatte.

„Selbst Ursel hat einen versöhnlichen Gesichtsausdruck heute,“ flüsterte sie.

Im nächsten Augenblick aber zitterte sie wie Espenlaub und suchte vor Schreck nach einem Halt. Auf dem Flur erscholl Geschrei. — Ursels Stimme. — Theobald, Hans und Suse ließen vor Schreck das Bündel, an dem sie trennten, hinfallen und schauten sich entsetzt an.

„Gestohlen, gestohlen, die Matratze ist fort. Diebe, Diebe,“ rief es vor der Tür. — Jetzt in Frau Cimhubers Stube: „Denken Sie, Frau Pfarrer, die Matratze ist fort, sie ist gestohlen. Vor einer halben Stunde noch war sie da. Ich habe sie mit meinen eigenen Augen gesehen. Die Kinder, die haben mal wieder die Tür aufstehen lassen. Sie ist gestohlen, sie ist gestohlen.“