„Oh, dieser Blödsinn von Suse,“ dachte Theobald und schlug die Augen zur Decke empor.

„Was sagtest du, mein Kind?“ forschte Frau Cimhuber. Da fühlte Suse Theobalds Blick auf sich ruhen. Sie schluckte nur zweimal trocken runter vor Schrecken und stotterte: „Wir... wir... wir...“

Doch Frau Cimhuber drang auch gar nicht weiter in sie, sondern forderte sie auf, Platz zu nehmen und eingemachte Früchte zu essen und Kuchen, den sie ihnen hinreichte.

„Du ißt doch auch gern Kuchen, Theobald,“ wandte sie sich an den Stadtvetter.

„Da, nimm dir hier dieses Stück. Dieses ist besonders gut. Du hast’s verdient.“

Theobald knirschte innerlich vor Ärger. Wie die kleinen Kinder wurden sie behandelt, wie die richtigen kleinen Kinder. Und man fütterte sie wie die Piepmätze.

Lieber schon wäre es ihm gewesen, Ursel und der Missionar wären plötzlich aufgesprungen und hätten mit ihm zu boxen angefangen. Aber dazu war wenig Aussicht vorhanden.

Erleichtert atmete er deshalb auf, als Toni nach zehn Minuten aufstand und sich verabschiedete. Und draußen wurde es ihm erst recht klar, in was für einem Backofen er gesessen hatte, und mit dem Ruf: „Wie die Kamele, gerade wie die Kamele haben wir uns benommen,“ sprang er die Treppe hinunter, drei Stufen auf einmal nehmend.

Auch Hans und Suse zogen sich bald zurück, denn ihr Gewissen schlug schuldbewußt angesichts der vielen Liebenswürdigkeiten, die Frau Cimhuber ihnen erwies. —

Am andern Tag zur Mittagszeit sahen sie dann den Missionar wieder. Er war heute wie in der folgenden Zeit sehr zurückhaltend.