„Na, seh’ ich recht, das seid ihr,“ rief er noch einmal. „Ihr seht gut aus. Was ist denn los mit euch? Der Hans schaut aus wie der schönste Rahmkäse, und die Suse weint Tränen, als hätte sie eine Schüssel mit gehackten Zwiebeln zum Frühstück bekommen.
Was tut ihr eigentlich hier in dieser Straße, die euch gar nichts angeht? Hat eure Pflegedame euch schon vor die Türe gesetzt? Seid ihr eurer Cimhuberin schon ausgekniffen?“
„Frau Cimhuber heißt’s,“ verbesserte Suse.
„Wir haben uns verlaufen,“ erklärte Hans.
„Und deshalb dies Lamento und die verheulten Gesichter?“ meinte der Vetter wegwerfend. „Ihr gehört wirklich noch ins Wickelkissen! Heftet euch von nun an an meine Fersen! Ich werde euch sicher führen.“
Suse zog ihr Taschentuch hervor, trocknete ihre Tränen und sah zuversichtlich auf Theobald, der ihr sicher und großartig vorkam, wie die feinen Stadtherren, die sich nicht fürchteten, und wenn ihnen die Automobile wie ein Rudel Wölfe hinterher kamen.
„Hört, meine Kleinen,“ fuhr der Vetter mit wichtiger Miene fort. „Erst bringen wir den geknickten Lilienstengel, die Suse in ihre Schule, dann gehen Hans und ich weiter und schreiten stolz erhabenen Hauptes durch die Pforten unseres Pennals...“
Hier unterbrach der Vetter seine eigene Rede, runzelte die Brauen und betrachtete in Nachdenken versunken die Haltestelle der Trambahn jenseits der Straße.
„Hm! Hm!“
Er hatte einen Gedanken.