„Er guckt, er guckt,“ rief Suse.
„Darf er ruhig,“ meinte Hans, räusperte sich, ging stracks auf das Ungeheuer zu, klopfte ihm ein paarmal auf den hölzernen Lockenkopf und packte dann mit festem Griffe zu. Die Figur wog schwer wie Blei. Und Hans hatte Mühe, sie auf seine Schulter zu heben, und trug sie dann mit eingeknickten Knien wie ein alter Mann hinter Suse her, die sich aus Angst vor dem Ungeheuer langsam immer weiter zurückzog.
„Wart’ doch, wart’ doch!“ rief er.
Fast war er bei der Schwester, da fiel plötzlich mit Getöse ein Negerschwert von der Wand herunter.
Hans glaubte, die Decke stürze ein, sperrte vor Schrecken die Arme weit auf und ließ den Negergott auf den Teppich plumpsen. Er stand Kopf und schlug dann krachend einen Purzelbaum.
„Der Götze, der Götze,“ schrie Suse, sprang in die Höhe wie eine Heuschrecke und glaubte, er käme hinter ihr hergerutscht und packe sie am Bein. Wenn er sie plötzlich festgehalten, hätte sie es gar nicht verwundert.
„Der Götze, der Götze!“ rief sie noch einmal.
Da kam Ursel herbei, erblickte die Figur, die mitten im Zimmer auf dem Rücken lag, und stürmte drauf zu.
„Der Götze, der Götze,“ rief sie. Sie kniete daneben nieder, wendete ihn um und um wie ein Wickelkind, und entdeckte den Spalt in seinem Kopf. Dann jammerte sie: „Jetzt ist er kaput! Da liegt er nun, der treue Götze. Wer hat euch denn geheißen, ihn von seinem Platz herunter zu holen,“ brauste sie auf. „Müßt ihr alles anfassen, was ihr seht? Natürlich hattet ihr keine Ruh’, bis er kaput war.“