Langsamen Schrittes wich sie zurück, als sie der beiden ansichtig wurde.

„Aber Kinder,“ sagte sie dann vorwurfsvoll, „ihr solltet ja noch schlafen! Ich wollte euch jetzt erst wecken. Was soll das heißen?“

„Wir sind schon aufgewacht, und dann sind wir aufgestanden,“ stotterte Suse, „entschuldigen Sie, Frau Pfarrer, wir sind schon aufgestanden.“

Dann schluckte das Kind dreimal trocken runter vor Schrecken und fuhr noch verwirrter als bislang fort: „Entschuldigen Sie, wir haben gemeint, Sie haben keine Kinder. Und da verschlafen Sie, weil Sie keine Kinder haben, haben wir gemeint. Und da hat auch Hans gesagt, es ist der Frau Cimhuber sicher sehr angenehm, wenn wir aufstehen. Und da sind wir aufgestanden.“

Der Bruder, der daneben stand, biß sich auf die Lippen, aus Beschämung über all das krause Zeug, das seine Schwester daherredete.

Frau Cimhuber aber schüttelte ihren Kopf und sagte: „Aber Kinder, ich habe euch gestern abend doch ausdrücklich gesagt, ihr sollt liegen bleiben, bis wir euch wecken. Ich habe es zweimal gesagt. Ihr müßt euch besser an das Gehorchen gewöhnen.“

Die Kinder fuhren zusammen und sahen sich erschrocken an. Sie aber merkte nichts davon und fuhr mit vorwurfsvoller Stimme fort: „Vor einer halben Stunde ist der Kaffee überhaupt nicht fertig. Wir trinken immer erst zehn Minuten vor ein halb acht Uhr Kaffee. So lange müßt ihr euch gedulden.“

Und nach diesen Worten ging sie wiederum zur Türe hinaus.

„Jetzt ist sie böse auf uns,“ sagte Suse, als sie gegangen war, und Hans nickte.

„Wenn sie uns aber den Kaffee zu spät gibt?“ sagte er schließlich. „Was dann?“