Da mit einemmal bekamen die Kinder eine Einladung zu Onkel Gustav, dem reichen Besitzer des prächtigen Schlosses, das Hans in den ersten Tagen seines Hierseins schon einmal mit Theobald aufgesucht hatte.
Übermütig vor Freude eilten sie zu ihren Vettern und Basen, um ihnen die frohe Neuigkeit mitzuteilen.
Die aber machten Gesichter, als sei ihnen die Petersilie verhagelt.
„Freut ihr euch denn nicht?“ fragten Hans und Suse. „Ihr seid doch auch geladen.“
„Freuen,“ sagte Toni im wegwerfenden Ton, „keineswegs, uns graut sogar davor.“
„Graut?“ forschte Suse.
„Ja, es ist uns sehr unangenehm, weil die Fremdlinge — die Tante und ihre Kinder wollte ich sagen — Protzen sind. Fremdlinge nennen wir sie deshalb, weil sie aus Südamerika kommen und so großartig fremdländisch tun. Und Protzen sagen wir, weil sie eben Protzen sind.“
„Was sind das, Protzen?“ fragte Suse erstaunt.
„Nun,“ erklärte die Cousine, „das sind Leute, die sich schrecklich viel auf ihr Geld einbilden und auf alles, was sie haben.“
„Ach,“ meinte Suse, „nichts Schlimmeres? Das ist doch nicht schlimm! Wenn ich ein solch schönes Haus hätte und solch prächtige Sachen und solche ausgestopften Tiere wie sie, würde ich mir auch was einbilden.“