„Ach, bitte, bitte,“ wandte sie sich an den Wärter, „lassen Sie Hans los. Weshalb halten Sie ihn so fest?“

„Ja, Sie reißen ihm ja den Arm ab,“ rief nun Theobald, und schon war er mitten im Gewühl drin und fragte unerschrocken, was sein Vetter eigentlich verbrochen habe, daß er wie ein wildes Tier durch den Zoologischen Garten geschleift würde.

Da rief der Mann, dem die Galle anscheinend überlief, Hans habe dem schönsten und teuersten Kamel des Zoologischen Gartens Sand in die Augen geworfen. Das Tier werde sicher blind. — Es sei eine unerhörte Frechheit. — Und mit einem Blick auf Theobald, der herausfordernd dastand, erklärte er, Theobald sähe übrigens aus, als brächte er auch so was fertig.

Der Knabe wich ein paar Schritte zurück und murmelte: „Unverschämtheit sondersgleichen!“

Suse aber weinte bitterlich und sagte: „Hans hat noch keinem Tier was zuleid getan. Nie, nie hat er einem Tier was Böses getan.“

Jedoch die Fremdlinge und ihre schwarzen Begleiter nickten fortwährend und sagten: „Ja, ja, er hat’s getan.“

„Bist du’s gewesen?“ fragte da Theobald in wohlabgemessener Entfernung von dem Wärter seinen Vetter.

Hans antwortete nicht.

Da faßte der Frager kurz entschlossen seines fremden Vetters Jose Hand und streckte sie dem Wärter mit den Worten hin: „Sehen Sie, Herr Wärter, dem seine Hand ist ganz voll Sand. Der Lügner hat’s getan, nicht der andere.“