»Das ist es ja gerade, was mich rechtfertigt,« antwortete der Hodscha; »man hätte wahrhaftig keine Schriftstelle finden können, die mir günstiger gewesen wäre!«
DEr Hodscha ging eines Tages ins Gebirge und belud seinen Esel mit Holz; dann sagte er zu ihm: »Nimm du diesen Weg, ich nehme den da.« Damit überließ er den Esel sich selber samt der Last, die er trug.
Als er nach einem eilig zurückgelegten Marsche nach Hause kam, fragte er seine Frau, ob der Esel schon daheim sei; aber sie sagte: »Ich weiß nichts von ihm.«
»Was?« sagte der Hodscha; »ich bin also zuerst gekommen?«
Er ging auf dem nämlichen Wege zurück und fand seinen Esel dort weiden, wo er ihn verlassen hatte; weiter mußte er sehn, daß ein Mantel, den er ihm auf den Rücken gelegt hatte, fehlte: man hatte ihn gestohlen. Da schrie er den Esel an: »He, wo ist mein Mantel? du bists, mit dem ich rede!«
Aber der Esel antwortete nichts — noch nie hat ja ein Tier gesprochen. Nun nahm ihm der Hodscha den Sattel vom Rücken und sagte: »Wenn du mir meinen Mantel zurückgibst, gebe ich dir auch deinen Sattel wieder.«
DEr Hodscha kaufte einen Neger; dann kaufte er neun Stück Seife, um ihn damit weißzuwaschen. Er führte ihn ins Bad und verwusch die neun Stück Seife; aber alles war umsonst, weil man eben einen Neger nicht weißwaschen kann. Ermüdet schrie der Hodscha endlich: »Da ist mir ja ein Meisterstück einer Färberarbeit in die Hände gekommen; es ist wirklich überflüssig, an einem fertigen Ding etwas ändern zu wollen.«