Der Kurde griff nach seinem Schnurbart und überzeugte sich, daß er noch voll Joghurt war; und er schrie spöttisch: »Sehr gut, mein Gastfreund! habe ich gegessen und getrunken, so sei Gott gelobt.«
EInmal hatte der Hodscha einen Streit mit seiner Frau; plötzlich stellte er die Wiege mit dem Kinde zwischen sein Bett und das ihrige und schrie: »Trennen wir uns! hiermit verstoße ich dich.«
DIe Frau des Hodschas war schwanger. Als ihre Zeit gekommen war, fand sich die Wehmutter ein; es war Nacht, und niemand war da, um ihr zu helfen. Da rief sie den Hodscha: »Bring eine Kerze; es handelt sich um dein Werk.« Er beeilte sich, ihr eine Kerze zu bringen und blieb dann im Zimmer; als aber die Geburt vorüber war, nahm er die Kerze wieder und wollte damit weggehn. Da sagte die Wehmutter: »Bleib doch, Hodscha; es kommt noch eins.«
»Was?« sagte der Hodscha, »sie will mir ein zweites schenken?«
Er kam mit der Kerze zurück; wieder wurde ein Kind zur Welt gebracht, und wieder wollte sich der Hodscha mit der Kerze entfernen. Aber die Wehmutter rief: »Bleib doch; du sollst noch einen dritten Erben haben.«
Bei diesen Worten verlöschte er die Kerze. Und die Wehmutter fragte ihn: »Warum läßt du mich im Finstern?«
»Wie sie das Licht sehn,« antwortete er, »kommen diese Kinder nacheinander wie die Mücken; jetzt ists wahrhaftig schon genug.«