EIn Ochse war auf das Feld des Hodschas gelaufen; als ihn der bemerkte, packte er einen Stock und rannte auf ihn los, aber der Ochs entwich. Eine Woche war vergangen, als ihn der Hodscha wieder sah; diesmal war der Ochs an einen Bauernkarren gespannt. Augenblicklich erwischte der Hodscha einen Knüttel und versetzte dem Tiere eine tüchtige Tracht Prügel. Der Bauer aber schrie, als er das sah: »Aber Freund, was hast du denn gegen meinen Ochsen?«
»Laß mich machen, du Dummkopf; er weiß schon, was er angestellt hat.«
EInes Tages verrichtete der Hodscha seine Waschungen an dem Ufer eines Flusses; dabei fiel ihm einer von seinen Pantoffeln ins Wasser, und er sah, wie ihn der Fluß mit sich fortführte. Da kehrte er dem Flusse seinen Rücken zu, ließ einen Wind[68] und sagte: »Da nimm deine Waschung zurück und gib mir meinen Pantoffel wieder.«
DEr Hodscha traf einmal seine letztwilligen Verfügungen: »Wenn ich sterbe, so legt mich in ein altes Grab.«
Die Anwesenden sagten: »Warum denn?«
»Wenn dann die Engel[69] kommen, um mich zu fragen, werde ich ihnen antworten: ›Ich bin schon befragt worden; seht ihr denn nicht, daß mein Grab schon alt ist?‹«
DEr Hodscha fühlte einmal das Bedürfnis, sein Wasser abzuschlagen; er ging auf den Abtritt und blieb dort einen Tag und eine Nacht. In der Nähe lief ohne Unterlaß ein kleiner Brunnen, und das Plätschern dieses Brunnens ließ ihn meinen, daß er mit seiner Verrichtung noch nicht zu Ende sei.