DEr Hodscha sah einmal eine Menge Enten, die sich in der Quelle eines Baches tummelten. Er lief auf sie zu, um einige zu fangen, aber sie flogen weg. Da setzte er sich an die Quelle und tauchte das Brot, das er mitgebracht hatte, stückchenweise ins Wasser. Während er so das feuchte Brot aß, kam ein Fußgänger vorüber, und der fragte ihn: »Was ißt du?«

»Ententunke,« antwortete der Hodscha.

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DEr Hodscha wollte einmal eine Leber nach Hause tragen; plötzlich aber schoß ein Sperber aus den Lüften auf sie herab und entflog mit ihr. Der Hodscha sah ihm nach, merkte aber, daß nichts mehr zu machen war. Augenblicklich erstieg er einen erhöhten Ort; als er dann einen Mann kommen sah, der auch eine Leber in der Hand hielt, entriß er sie ihm und eilte damit auf die Spitze eines Felsens.

Der Mann schrie: »Warum beraubst du mich so, Hodscha?«

Der Hodscha antwortete: »Ich habe nur versucht, wie ich es machen müßte, wenn ich ein Sperber wäre.«

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UM Hodscha kam einer, um Stricke zu entleihen. Der Hodscha ging ins Haus, kam aber sogleich zurück und sagte, daß sie voll Mehl seien, das auf ihnen trocknen solle. Der andere antwortete: »Trocknet man denn Mehl auf Stricken?«

Nun sagte der Hodscha: »Je weniger gern man sie herleiht, desto eher läßt man darauf Mehl trocknen.«