Als der Hodscha den Beutel am Boden bemerkte, rief er aus: »O Herr, du hast mein Gebet erhört.« Er öffnete den Beutel und zählte die Goldstücke; da fand er, daß eines fehlte. Und er sagte: »Der, der mir diese gegeben hat, wird mir auch noch das letzte geben; ich nehme sie an.«

Bei diesen Worten wurde der Jude unruhig; hastig klopfte er an die Tür des Hodschas: »Guten Tag, Hodscha-Effendi! Gib mir, bitte, die Goldstücke da; sie gehören mir.«

»Bist du närrisch geworden, Krämer? Ich habe zu Gott, dem Untrügerischen — gepriesen sei sein Name — gebetet, und er hat mich erhört; wieso sollte dies Geld dir gehören?«

»Bei meiner Seele, es war ein Spaß.«

»Den Spaß verstehe ich nicht.«

»Ich habe es getan, weil ich dich sagen hörte, daß du eines weniger nicht nehmen werdest.«

»Aber dann habe ich gesagt, daß ich sie nehme.«

»Gehn wir zu Gericht.«

»Zu Fuße gehe ich nicht hin.«