»Dann«, sagte Dscheha, »geh ich zu Fuß; ich werde so viel schneller dort sein, als wenn ich zu Pferde stiege.«

Alle schüttelten sich vor Lachen, als sie ihn so reden hörten. Der Kaid, der Si Dscheha nur einen Streich hatte spielen wollen, sagte: »Bleib da; du wirst mit mir essen.«

[409.]

SI Dscheha hatte einen Feind, der ein Eierhändler war. Den traf er eines Tages, als er auf den Markt ging; er trat auf ihn zu und sagte: »Du hast da wirklich schöne Eier.«

»Laß den Spott,« sagte der Händler. »Willst du welche kaufen, so kauf; wenn nicht, so geh deines Weges.«

Dscheha kaufte zwei Eier und steckte geschickt in jedes ein Goldstück. Dann sagte er zu seinem Feinde: »Höre; ich will jetzt Frieden machen mit dir, und darum will ich dir einen guten Rat geben.«

»Wir werden sehn,« sagte der Händler; »sprich.«

Nun sagte ihm Dscheha ins Ohr: »Verkaufe diese Eier nicht; alle enthalten sie Goldstücke!«

»Pack dich,« schrie der Händler; »du lügst.«

»Ich lüge?« sagte Dscheha; »also gut: sieh her.« Und er schlug vor ihm die zwei Eier auf, die er gekauft hatte. Der Händler stand ganz verdutzt da, als er die zwei Goldstücke sah, die zum Vorscheine kamen. Dscheha las sie auf, schob sie in seine Tasche und ging heim.