Alsbald nahm der Händler seine Eier und schlug sie alle ohne Ausnahme auf. Goldstücke aber fand er nicht ein einziges, und er schrie: »Gott verderbe die Augen Si Dschehas, so wie ich alle meine Eier verdorben habe!«

[410.]

SI Dscheha hatte in einem Hause, das auch der Eigentümer bewohnte, eine Kammer gemietet. Er bezahlte nie die Miete und lärmte die ganze Nacht in seiner Kammer. Der Eigentümer, der dieses Lärms halber nicht schlafen konnte, sagte eines Tages zu ihm: »Warum verübst du allnächtlich einen solchen Lärm in deiner Kammer?«

»Mein Sohn,« antwortete Dscheha, »ich richte Schlangen ab, um sie den Aissawa[6] zu verkaufen.«

»Du züchtest Schlangen in meinem Hause?« schrie der Eigentümer. »Gut also; du kannst jetzt ziehen. Die Miete schenke ich dir, aber räume das Haus noch heute.«

»Das ists ja, was ich wollte,« dachte Dscheha. »Auf diese Weise brauche ich keine Miete zu zahlen.«

[411.]

EInes Tages war Si Dscheha bei seiner Mutter zu Hause geblieben. Da sie nichts zu essen hatten, sagte er zu ihr: »Warte, ich hole etwas zu essen.«

Er ging zu den Schülern, die er alle beisammen fand, und sagte zu ihnen: »Kommt, ihr sollt heute bei mir essen.« Er war nämlich ihr Mitschüler, war aber an diesem Morgen nicht zur Schule gegangen. Als er ihnen nun sagte: »Kommt heute zu mir essen«, antworteten sie: »Si Dscheha, du bist arm.«

Er antwortete: »Das ist Brauch bei uns: wenn ein Schüler den ganzen Koran auswendig kann, muß er seinen Mitschülern zu essen geben.«