»Wahrhaftig,« sagte Dscheha, »ihr seid es nicht, die meinen Untergang herbeigeführt haben; mein Freund ist es, mit dem ich oft Brot und Salz gegessen habe; sooft er mit mir aß, sooft aß ich mit ihm. Bis jetzt habe ich ihm nie etwas böses getan; er hat es mir zuerst getan, Gott Lob!«

Die Männer kehrten sich zu dem, der ihn also in die Grube gestürzt hatte, und sagten zu ihm: »Er ist nicht tot. Es ist möglich, daß er wieder herauskommt. Ist er nicht der schlaueste von allen Menschen? Er wird die Wände untergraben, bis so viel Erde herunterfällt, daß er heraufkommen kann; dann wird er uns alle töten, dich so wie uns.«

»Da ist eine Flinte,« sagte der Mann; »einer von euch soll auf ihn schießen.« Er gab ihnen die Flinte.

Der eine trat vor, um zu schießen, aber Si Dscheha stieß einen mächtigen Schrei wider ihn aus. Von Schrecken gepackt, fiel der Mann zu Dscheha in die Grube und fiel sich zu Tode. Die Flinte ging von selber los und die Kugel durchbohrte Si Dscheha.

Der Freund dessen, der, als er auf Dscheha feuern wollte, in die Grube gefallen war, sagte nun zu dem Manne, der Dscheha hinuntergestürzt hatte: »Dscheha, ists nicht wahr, hat einen Streich geführt und den einen von uns getroffen.«[7]

Der Verräter blieb daheim und der andere ging nach Hause; Si Dscheha und sein Gesell lagen beide tot auf dem Grunde der Grube.


IV.
Maltesische Überlieferungen