[352.]

DIe Frau Dschohas ging mitten in der Nacht weg. Es begegnete ihr einer und der sagte zu ihr: »Du gehst um diese Stunde aus?« »Das kümmert mich nichts,« antwortete sie: »treffe ich einen Mann, so ist das das, was ich suche; begegnet mir ein Teufel, so werde ich ihm gehorchen.«

[353.]

MAn sagte zu Dschoha: »Nun bist du alt geworden und weißt von der ganzen Überlieferung nichts auswendig.« Er antwortete: »Niemand von euch hat von Ikrimah das sagen hören, was ich von ihm gehört habe.« »Sag es uns.« »Ich habe gehört, wie Ikrimah nach ibn Abbas[1], der es von dem Propheten hatte, folgendes verkündete: ›Es gibt zwei Eigenschaften, die bei niemand sonst als bei den Gläubigen vereint sind.‹ Aber Ikrimah hat die eine vergessen gehabt und ich habe die andere vergessen.«

[354.]

DSchoha war gerade beim Essen, als ein Bettler vor seiner Tür stehn blieb und sagte: »Muselmanen, Brüder!« Dschoha sagte: »Es soll keine Verwandtschaft unter ihnen gelten und sie sollen sich nicht aneinander mit Bitten wenden.[2]« Der Bettler antwortete: »Hab Mitleid mit mir!« Dschoha sagte: »Eher brauchte ich dein Mitleid.« Der Bettler: »Höre mich doch an!« Dschoha: »Ich hätte dich angehört, wenn du dich an einen Lebenden gewandt hättest.« Der Bettler: »Wie weitschweifig sind deine Worte, und wie trügerisch deine Handlungen! Möge Gott deine Hoffnungen zu Schanden machen!«

[355.]

DSchoha brachte seiner Frau ein Stück Fleisch und fragte sie: »Was kann man daraus machen?« Sie antwortete: »Mit gutem Fleische lassen sich alle möglichen guten Sachen kochen.« »Gut,« sagte Dschoha, »koch mir alle möglichen guten Sachen.«

[356.]