DSchoha hatte einen Kamelhengst bestiegen; auf dem Wege warf ihn der ab und entwich. Dschoha verfolgte ihn, bis er ihn schließlich in einer Stadt einholte; und er sagte zu den Einwohnern der Stadt: »Habt ihr den Schuft gesehn, der mich hat umbringen wollen? Bringt den Metzger her, damit er den Verfluchten schlachte.« Der Metzger schlachtete das Kamel und Dschoha verteilte das Fleisch an die Einwohner der Stadt.

[357.]

EIner lud Dschoha zu Tische und sagte zu seiner Sklavin: »Bereite uns Feigen.« Aber sie vergaß es und er ebenso. Später sagte er zu Dschoha: »Lies uns einen Abschnitt aus dem Koran.« Dschoha willigte ein und begann: »Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen! Bei dem Ölbaume und dem Berge Sinaï ....«[3] Der Gastgeber sagte: »Wo bleibt die Feige?« Dschoha antwortete: »Die habt ihr, du und deine Sklavin, seit Anbruch der Nacht vergessen.«

[358.]

DSchoha heiratete eine Frau, die schielte. Um die Essensstunde brachte er zwei Brote; sie sah vier. Dann brachte er eine Schüssel mit Speise; sie sah zwei und sagte zu ihm: »Was sollen wir mit zwei Schüsseln machen? eine ist genug.« Er sagte bei sich: »Was für eine ausgezeichnete Frau, die alles doppelt sieht!« Als er sich dann mit ihr zu Tische setzte, warf sie ihm die Schüssel an den Kopf und sagte: »Bin ich denn eine Dirne, daß du einen andern Mann zu mir führst?« »Liebste,« sagte Dschoha, »bitte, sieh alles doppelt, nur deinen Mann nicht!«

[359.]

DSchoha war bei einem großen Herrn zu Tische und es gab Nugat. Da fragte ihn einer: »Was ist das?« Er antwortete: »Ich weiß es nicht; aber ich habe sagen hören, das Bad sei eines der köstlichsten irdischen Dinge, und so denke ich, daß das ein Bad ist.«

[360.]

DSchoha sah auf dem Tische eines Geizigen ein Huhn, das niemand anrührte; man hatte es zugleich mit dem Kuskussu[4] gebracht und nach dem Essen wurde es wieder zurückgetragen. Da sagte er: »Bei Gott, dieses Huhn hat nach seinem Tode ein längers Dasein als zu seinen Lebzeiten.«

[361.]