EInes Tages wurde der Hodscha Nasreddin auf dem Wege von Räubern angefallen; sie nahmen ihm sein Pferd, seine Kleider und sein Geld und dann begannen sie ihn zu schlagen.
»Warum schlagt ihr mich?« fragte sie Nasreddin; »ich habe wohl zu wenig Geld bei mir, oder ihr habt etwa zu lange auf mich warten müssen?«
EInmal fiel Nasreddin in eine Kotlache und bemühte sich vergebens herauszukommen. Schließlich sprach er bei sich: »Ich werde da nie herauskommen können, wenn ich mich nicht bei den Haaren packe und mich herausziehe.«
EInes Nachts wurde Nasreddin von seiner Frau aus dem tiefsten Schlafe geweckt, und sie sagte zu ihm: »Das Kind weint schon seit einer Stunde. Wiege es ein wenig; eine Hälfte des Kindes gehört doch dir.«
»Meine Hälfte soll weiter weinen,« antwortete Nasreddin; »wiege du nur deine Hälfte.« Damit kehrte er sich zur Wand und schlief ein.