[458.]

EInes Tages wurde der Hodscha Nasreddin auf dem Wege von Räubern angefallen; sie nahmen ihm sein Pferd, seine Kleider und sein Geld und dann begannen sie ihn zu schlagen.

»Warum schlagt ihr mich?« fragte sie Nasreddin; »ich habe wohl zu wenig Geld bei mir, oder ihr habt etwa zu lange auf mich warten müssen?«

[459.]

EInmal fiel Nasreddin in eine Kotlache und bemühte sich vergebens herauszukommen. Schließlich sprach er bei sich: »Ich werde da nie herauskommen können, wenn ich mich nicht bei den Haaren packe und mich herausziehe.«

[460.]

EInes Nachts wurde Nasreddin von seiner Frau aus dem tiefsten Schlafe geweckt, und sie sagte zu ihm: »Das Kind weint schon seit einer Stunde. Wiege es ein wenig; eine Hälfte des Kindes gehört doch dir.«

»Meine Hälfte soll weiter weinen,« antwortete Nasreddin; »wiege du nur deine Hälfte.« Damit kehrte er sich zur Wand und schlief ein.

[461.]