EInmal pflanzte der Hodscha Zwiebeln, und da bespuckte er jede Knolle, bevor er sie in die Erde steckte. Als man ihn fragte, warum er das mache, antwortete er: »Nun, ich begieße sie, und das bekommen sie von mir mit; das übrige sollen sie vom Herrgott verlangen.«
DEr Hodscha ging einmal ins Dorf zu einem Freunde und saß bei ihm von Mittag bis Mitternacht; niemand kümmerte sich dort um ihn, und nicht das geringste wurde ihm angeboten. Da fing er zu gähnen an und setzte das so lange fort, bis ihn sein Freund fragte: »Hodscha, woher kommt das Gähnen?«
»Es sind da zwei Ursachen,« antwortete Nasreddin: »die eine ist der Hunger, die andere ist die Schläfrigkeit; aber schläfrig bin ich nicht.«
DEr Hodscha wurde gefragt: »Was wünschst du deiner Frau?«
»Wenn sie krank werden sollte, so gebe Gott, daß ich statt ihrer erkrankte; aber wenn die Zeit kommt, daß ich sterben soll, so gebe Gott, daß sie statt meiner sterbe.«