Der Mond betrat …
Der Mond betrat der Urnacht Land
Hinter meiner tastenden Führerhand.
In einem Tal, im neu beleuchteten Reiche
Fanden wir liegen eine große Leiche,
Die uns fremd war, einsam, ohne Namen.
Saßen; aufgestützt ins dunkle Antlitz starrend;
Traumhaft; einen Gedanken erharrend.
Und wir haben
Flüsternd uns beraten;
Den Toten im Felsgebirg begraben.
Doch wohin wir forschend später kamen,
Fanden wir die Spuren seiner Taten.
Mich jammerte …
Mich jammerte dein graues Dämmerweh,
Ich legte dich sanft hin auf weißen Schnee.
Ordnete dein rotes Flammenhaar,
Das einst so schmerzhaft, hier so selig war.
Und kniend im Schnee und über dich geschoben
Hab' ich aus deiner grünen Augentiefe
Einen schönen Stern gehoben.
* * *
Sterne schwimmen auf den milden Fluten,
Die alles tragen.
Was willst du noch sagen,
Du Glänzende, in deinen Abendgluten!
Bevor ich …
Bevor ich diesen Inselstrand verließ,
Entdeckte ich letztmals streifend eine Höhle,
Da drinnen ward mir eine neue Seele,
Die mir ein höchstes Glück verhieß.
Und so saß ich lange,
Ein tiefes Lächeln auf meiner Wange.
Vom Licht umzittert in der Dämmerkühle.
Glühend in einem neuen
Heimat-Urgefühle.