Und ich sah dich nachts an der Laterne:
Bleich und traurig hingst du, Pierrot,
Trübe schimmerten die späten Sterne,
Als dein alter Freund, der Mond, entfloh.

Da im Gassendunkel deine Züge
Schmerzlich schienen und gedankenbang,
Sann ich über deines Lebens Lüge,
Armer Narr am selbstgeknüpften Strang.

Und ich hab' dich nicht herabgeschnitten,
Rührte leise nur an deiner Hand.
Husch, ein Schatten war hinweggeglitten,
Der verstohlen mir im Rücken stand.

Musset.

Ich liege mit der Zigarette
Bis an den Morgen – o das böse Licht! –
Müd ohne Schlaf im Seidenbette
Meiner geliebten kleinen Ninette
Und kräusle den Rauch zu einem Gedicht.

Was hast du mit meinem Leben getan!
Wenn ich dich betrachte, dumme Kleine,
Deine marmornen runden Beine,
Fange ich fast zu weinen an
Um die ewig verlorene Eine.

Ninette, du hast verdünntes bleiches
Schnellrieselndes Blut, mein Kopf ist schwer:
Wo nehm' ich den Mut für heute her?
Sänke ich doch in dein faltenreiches
Morgengewand gehüllt ins Meer!

Kavaliere.

Kavaliere, bleich und mit schmalen Gelenken,
Den Degenkorb von der Kräusel-Manschette
Zierlich bedeckt: sie denken
An eine Frau in weißem Spitzenbette;
Sie haben Schach gespielt, Hengste geprobt,
Sie singen: Großer Gott, dich lobt
Die gläubige Gemeinde;
Vernichte unsre Feinde!

Goya.