Abendgang.

Und ich führte das blonde Jungfräulein
In den weiten, schleiernden Abendfrieden hinein.

Nebel über die Wiesen gingen,
Und vom Bache durch das braune Dunkel kam ein Singen.
Am Himmel alle unsre goldenen Geigen hingen.

Die tönten so sacht und fein. –

Trübes Wetter.

Das Meer! – Das Meer – –
Die grauen Wolken hingen so trüb und schwer.
Ich sah nur ein weites Armebreiten,
Und wie ein dunkelsüßer Heimatston kam's her
Aus den nebelverhüllten, schluchzenden Weiten. –

Doppelliebe.

Wie eigen ich dich einst küßte!

Du lagst in deinem Sessel
Und decktest schelmisch
Die Hand vors Gesicht.
Über den Fingern
Waren nur deine Augen zu sehn,
Deine Augen. –

So fern plötzlich
Und eigen. –
Und ich erschrak.