Zwei andre Augen sah ich,
Zwei ferne Augen.
Die Augen der andern …
Und da bog es mich zu dir,
Und leise
Küßt' ich –
Diese Augen …
Prinz Emil von Schönaich-Carolath.
Geboren am 8. April 1852 zu Breslau, wurde Dragoneroffizier, nahm den Abschied, war viel auf Reisen und lebte zuletzt auf Schloß Haseldorf in Holstein, wo er am 30. April 1908 verstarb. – Lieder an eine Verlorne 1878. Dichtungen 1883. Gedichte 1903.
Albumblatt.
Hab nicht zu lieb die knospende Rose;
Es flöge gar bald
Ohn' Heimat, ohn' Halt
Ihr Duft dir vorüber ins Uferlose.
Unsterblich ist der Schmerz allein.
Was nie du besessen,
Ersehnt, nie vergessen,
Wird deines Himmels Grundbau sein.
Der betrübte Landsknecht.
Das Land durchströmt der Regen,
Singschwäne südwärts ziehn,
Nun will aufs Herz ich legen
Ein Sträußchen Rosmarin.