Das Glück ist ein leerer Schall;
Und der Schmerz ist ein Name.
Was uns von allem bleibt,
Ist: allein zu sein.
Und ist uns allen ein Los,
Daß wir viele Güter haben
Und darben müssen.

Sonett an eine Verstorbene.

An jedem Tage gibt's ein Abschiednehmen;
Und irgend etwas, das uns angehört,
Wird jeden Augenblick für uns zerstört
Und wandelt hin zu den vergessenen Schemen.

Wohl, über dieses soll sich keiner grämen,
Weil immer auch ein Neues uns betört;
Und kein Verlassen ist so unerhört,
Dem wir uns nicht zu guter Letzt bequemen.

So gehn auch wir, und lassen alle Welt
Und sind nicht mehr; und jenes Wort: Gewesen
Erklingt von uns, wie wir's von vielem sagen.

Doch daß auch du dich denen zugesellt,
Von denen wir nur noch den Namen lesen,
Mein Herze will das nicht, und will's nicht tragen!

Aus dem Buch „Elysium“.

Sie lassen sich am Ufer nieder,
Sie legen ihre reinen Glieder
Auf leichten Sand.

Entschlummern sie, so ist ihr Träumen
Wie das von Wellen oder Bäumen
Voll Unbestand.

Sie sind so schön, weil sie im Fächeln
Der reinen Lüfte immer lächeln,
Wie ausgesöhnt.