Es war aber eine Handharfe,
Die durch die Räume drang,
Und durch die kalte, scharfe
Nacht klang es so bang.

Dachte so verlornem Ringen,
Gebeten und Flüchen nach,
Und noch lange hört' ich es singen,
Lag lang' noch wach.

Müdigkeit.

Entführ' mich, wie ich bin;
Sieh, mein verirrter Sinn
Weist von sich diese Welt,
Die ihn nicht mehr erhellt.
Komm, o ich werde brav
Und selig stille sein
In deinem dichten Schein,
Heiliger, süßer Schlaf.

Zu philosophisch.

Wie geisterhaft im Sinken
Und Steigen ist mein Leben.
Stets seh' ich mich mir winken,
Dem Winkenden entschweben.

Ich seh' mich als Gelächter,
Als tiefe Trauer wieder,
Als wüsten Redeflechter;
Doch alles dies sinkt nieder.

Und ist zu allen Zeiten
Wohl niemals recht gewesen.
Ich bin vergeßne Weiten
Zu wandern auserlesen.

Brausen.

Es braust noch immer in der Welt,
Das Brausen hört doch niemals auf;
Ich liebe – es hört niemals auf,
Es braust ein Lieben durch die Welt.
Und ob ich auch ein Feigling bin,
Und ob du auch ein Kranker bist:
Du liebst, wenn du es auch nicht bist,
Der liebt, ich liebe, wenn ich's auch nicht bin.
Es braust, und ich steh' horchend still,
Ich weiß, ich hasse den und den,
Es nützt mir nichts; wie ich auch will:
Ich liebe alles, so auch den.
Dann gibt es Stunden, wo ich weiß,
Daß wir vor Liebe alle heiß.