Und ging.
Er schwenkte leise seinen Hut
Und ging, heißt es vom Wandersmann.
Er riß die Blätter von dem Baum
Und ging, heißt es vom rauhen Herbst.
Sie teilte lächelnd Gnaden aus
Und ging, heißt's von der Majestät.
Es klopfte nächtlich an die Tür
Und ging, heißt es vom Herzeleid.
Er zeigte weinend auf sein Herz
Und ging, heißt es vom armen Mann.
Frank Wedekind.
Geboren am 24. Juli 1864 in Hannover, gestorben am 9. März 1918 in München. – Die vier Jahreszeiten 1905.
Erdgeist.
Greife wacker nach der Sünde;
Aus der Sünde wächst Genuß.
Ach, du gleichest einem Kinde,
Dem man alles zeigen muß.
Meide nicht die ird'schen Schätze:
Wo sie liegen, nimm sie mit.
Hat die Welt doch nur Gesetze,
Daß man sie mit Füßen tritt.
Glücklich, wer geschickt und heiter
Über frische Gräber hopst.
Tanzend auf der Galgenleiter
Hat sich keiner noch gemopst.