Taucht nur, senkt nur eure wilden Fratzen
In mein reines fließendes Wesen!
Diese Seele brandzuschatzen,
Seid ihr alle, allesamt erlesen.
Märtyrer, gegrüßt, wollüstige Büßer!
Heil dem Busen durch und durch geschlagen!
Welche Lust auf Erden denn ist süßer,
Als verwundet werden und nichts sagen.
Komm, Verräter, daß ich dich erbose,
Du mit müden Händen, list'ger Späher!
Hier Gesicht und Brust!! Mit jedem Stoße
Bin ich ja dem Tempo Gottes näher!
Ein Lebens-Lied.
Daß einmal mein dies Leben war,
Daß in ihm jene Kiefern standen
Und Ufer schlafend sich vorüberwanden,
Daß ich in Wäldern aufschrie sonderbar.
Daß einmal mein dies Leben war!
Wo Ufer schlafend sich vorüberwanden,
Was trug der Fluß mit Schilf und Wolk' davon?
Wo bin ich – und ich höre noch den Ton
Von Ruderbooten, wie sie lachend landen,
Wo Ufer schlafend sich vorüberwanden.
Wo bin ich – und ich höre noch den Ton
Von Equipagen, dicht im Kies verfahren,
Kastanien- und Laternensprache waren
Noch da und Worte – doch wo sind sie schon?
Wo bin ich – und ich höre noch den Ton?
Kastanien- und Laternensprache waren
Noch da und Atem einer breiten Schar.
Und mein war ein Gefühl von Gang und Haaren.
O Ewigkeit! – Und werd' ich es bewahren,
Daß einmal mein dies Leben war!