Bettler im Spätherbst.

Den leeren Ranzen lässig umgesackt
und grünen Filzhut windschief auf den Strähnen,
so schiebt er sich ins Dorf, wo sattes Gähnen
rauchwirbelnd über feuchte Dächer flackt.

Er probt mit langen Fingern, die von Gicht
krummstehn, das Tür-an-klopfen,
und weitet Taschen aus zum Brotverstopfen
und setzt in Kummerfalten das Gesicht.

Sturm orgelt lauter auf in den Kaminen
und Tor an Tor knirscht krachend im Verschluß ....
Armselig, wer nun wandern, wandern muß.

Man wirft aus Fenstern Fäuste jähzornschwer,
und hetzt Gebrüll von Hunden hinterher.
… Der Nebel gittert graue Eisgardinen.

Dorf im Mittag.

Das Dorf liegt aufgebahrt. Ein Wetterriegel
schiebt schwarz sich vor: die Sonne abzusperrn.
Doch die steil abgeschrägten Dächerziegel
halten die Hitze unter rotem Siegel
zitternd von aller Kühle fern.

Verzweifelt strebt der Rauch aus den Kaminen
in den verbleiten Horizont empor.
Die Fenster ruhn verschlossen in Gardinen,
und des Gesindes abgespannte Mienen
beschattet tief des Schlafes Flor,

bis wie ein Traumschrei aus den Schlummerzellen
die Dreschmaschine heult und wie ein Pfeil
in angestrengtem Vorwärtsschnellen
die Luft zerschneidet, messerscharf und steil.

Es kam ein Wind …