In das Schicksal reicht die Stirn – und kann nicht siegen,
Aber singen! – bis sie dem Schicksal gleicht an Glanz,
Aus der Erde klingend weltallgebogne Spiralen durchfliegen,
Bis sie hoch in den Sternen – mit Menschen sich trifft im Tanz.


Paul Zech.

Geboren am 19. Februar 1881 zu Briesen. – Schollenbruch 1912. Die eiserne Brücke 1913. Der Wald 1914. Das schwarze Revier 1914. Der feurige Busch 1919. Golgatha 1919. Das Terzett der Sterne 1920. Venus consolatrix 1921.

Die Häuser haben Augen aufgetan …

Am Abend stehn die Dinge nicht mehr blind
und mauerhart in dem Vorüberspülen
gehetzter Stunden; Wind bringt von den Mühlen
gekühlten Tau und geisterhaftes Blau.

Die Häuser haben Augen aufgetan,
Stern unter Sternen ist die Erde wieder,
die Brücken tauchen in das Flußbett nieder
und schwimmen in der Tiefe Kahn an Kahn.

Gestalten wachsen groß aus jedem Strauch,
die Wipfel wehen fort wie träger Rauch
und Täler werfen Berge ab, die lange drückten.

Die Menschen aber staunen mit entrückten
Gesichtern in der Sterne Silberschwall
und sind wie Früchte reif und süß zum Fall.