Wir tauchten aus dem Strom, der jenseit fließt,
Und wo wir eines waren willenlos,
Und wandeln nun für eine kurze Weile
In argen Fesseln unter Raum und Stunden,
Wir gehen Wege, welche weit getrennt sind,
Und nur mit Blicken, welche trösten sollen,
Von fern uns winkend – eine kurze Weile,
Bis daß wir wieder zu dem Strome tauchen
Und wieder eines sind und willenlos.

Der Tod wird uns …

Der Tod wird uns an seine Hände nehmen,
Ein Führer jener Seelen, welche irrten,
Und sprechen: „Dieses ist der rechte Weg!“
Und weiter sprechen: „Dieses ist das Land,
Nach welchem ihr Verlangen habt und Tränen.“
Dann aber werden wir die Blicke senken
Und voller Trauer fragen: „Dieses nur?“

Es rinnen rote Quellen …

Es rinnen rote Quellen
Um mein gesegnet Haus;
Es tränkt ein schwarzer Reiter
Sein schwarzes Roß daraus.

Er lehnt schon hundert Jahre
Vor meinem runden Tor;
Die Zeit wird ihm nicht lange,
Ich komme nie hervor.

Es braucht nur dreier Schritte,
So kann ich bei ihm stehn,
So kann ich mit ihm reiten,
Wie meine Wünsche gehn.

Das ist so schön zu wissen!
Ich sag' es tausendmal:
„Es wartet einer draußen!“
Und bleibe doch im Saal.

Der Reiter schläft im Schatten,
Sein Panzerhemd blinkt gut;
Dem Rappen ist sehr schläfrig,
Mir ist sehr froh zumut!

Zwiegespräch.