Der Sänger:
Die andern sprachen deinem Herzen vieles,
Nur meine Lippen blieben stumm, vergib,
Vor lauter Seligkeiten, da du kamest.
Beatrix:
Du irrest, Bruder, und ich hörte dich!
Der Sänger:
Ich irre nicht, die Lippen blieben stumm,
Vor lauter Seligkeiten ohne Worte.
Beatrix:
Du irrest, Bruder, und ich hörte dich:
Die Lippen nicht, ich hörte deine Seele.
Der Sänger:
Ich irre nicht, die Seele blieb verstummt,
Und keine Worte kamen von der Seele.
Beatrix:
Du irrest, Bruder, und ich hörte dich,
Ich hörte deine stumme Seele singen.
Du träumtest …
Du träumtest dieses Lebens Wirren ferne,
Und durch den Traum nur drang ein Laut der Erde
Und kam und ging gleich einem Wanderer,
Von dessen Schritte nachts die Straßen hallen,
Der deinem Fenster so vorübergeht,
Daß nur ein Hallen dir von ihm bekannt,
Sein Antlitz nicht und seines Leibes Wuchs
Und seine Seele nicht und seine Stimme;
Er geht vorüber, und der Schritt verhallt,
Auf deinem Lager horchst du eine Weile:
„Wer ging vorüber ..?“ – Dann entschlummerst du.
Der Heimweg führte mich …
Der Heimweg führte mich in dieser Nacht
Zum Parke, welcher voller Stille lag,
Und viele dürre Blätter raschelten.
Und zwischen zweien hohen dunkeln Stämmen
Erschien es mir und war mir wohlbekannt
Und weinte auch und nickt' und lockte sehr;
Doch als der Wind ein wenig lauter klagte,
Zerrann es …