Schliefen denn niemals Sonnenstrahlen auf deinen Lippen?
Man könnte wähnen,
Du habest nie dich selbst gesehn,
So arm bist du.

In deinem Angesicht …

In deinem Angesicht
Schwebt Stille.
Stille, welche in sommerschweren Wäldern lebt,
Auf abendblauem Berge,
Und im Blumenkelche.
Eine Stille, warm und licht,
Die ohne Laut vornehme Laute spricht.

Unsere Augen …

Unsere Augen so leer,
Unsere Küsse so welk,
Wir weinen und schweigen,
Unsere Herzen schlagen nicht mehr.

Die Schwalben sammeln sich draußen am Meer
Die Schwalben scheiden,
Sie kommen wieder,
Aber nie mehr uns beiden.

Stille weht …

Stille weht in das Haus,
Fühlst du den Atem des Mondes,
Löse dein Haar,
Lege dein Haupt in den Blauschein hinaus.
Hörst du, das Meer unten am Strand
Wirft die Schätze ans Land;
Sonst wuchsen im Mond Wünsche, ein Heer,
Seit ich dein Auge gesehn, ist die Mondnacht wunschleer.

Die Sommernacht …

Die Sommernacht, und andachtvoll der dunkle Garten
Und schwer zufrieden mit den reichen Bäumen.
Derselbe Mond, der all die großen Bäume klein gesehen,
Vor dem die dunkeln Blätter staunend glänzen,
Unwissend stumm gekommen, unwissend stumm vergehen.