Mein Schatten an den steinernen Wänden
Geht hinter mir wie ein dienender Mohr.
Ich werde den Mohren hinsenden,
Er hebe die Rose vorsichtig auf
Und bringe sie ihr in den dunklen Händen.

Nachtstürme reiten die Bäume krumm.

Statt der Blumen und Blätter, die sich sonst regen,
Steht Reisigholz stumm auf allen Wegen.
Am Himmel gehen Nebel und Nässe um,
Und Nachtstürme reiten die Bäume krumm.

Ich stehe hinter Fensterscheiben verloren,
Die alten Lieder sind nur Träume hinter sieben Toren.
Die Geliebte ging weit in den Nebel fort,
Nichts blieb als in den Ohren ihr Liebeswort.

Wer jagt den Fluß vor sich her wie ein Tier?

Wer hat die Wolken zerbeult?
Wer heult vom Berg wie von einem Turm?
Wer hat in der Brust solch zwiefachen Sturm?
Wer jagt den Fluß vor sich her wie ein Tier?
Wer ist es, der draußen wild aufstöhnen muß?
Wem ist seine Qual hell wütend Genuß?
Und wer verflucht sich finster und stier?
Ist es die Nacht?
Oder ein Stück Schatten von mir?

Die Berge werden wie dunkle Kissen.

In der gelben und grünlichen Abendhelle
Gehn finsternde Wolken nicht von der Stelle.
Übern Fluß kommt der Hunde verhetztes Gebelle.

Noch immer sind Schritte am Pflaster draußen.
Sie kommen und gehen in kurzen Pausen,
Als ob da Schritte ohne Menschen hausen.