Die, ein Kind, bei mir geruht,
O, wie warst du traulich-gut!
Gift vergällte mein Herzblut,
Seit dein Schweigen mich durchfuhr,
Coyllur!

Nacht um Nacht ich nie entschlief,
Wochenewig tränkte mich kein Brief,
Auf eine Karte wartend tief
Meiner harrte harte Kur,
Coyllur!

Wort starb mir im toten Hain.
Bei Wasser, Tinte, Blut und Wein
Dacht ich dein.
Jenseits der Zeit zersehnt die Seele sich dein Troubadour,
Coyllur!

Wanderers Lied.

Meine Freunde sind schwank wie Rohr,
Auf ihren Lippen sitzt ihr Herz,
Keuschheit kennen sie nicht;
Tanzen möchte ich auf ihren Häuptern.

Mädchen, das ich liebe,
Seele der Seelen du,
Auserwählte, Lichtgeschaffene,
Nie sahst du mich an,
Dein Schoß war nicht bereit,
Zu Asche brannte mein Herz.

Ich kenne die Zähne der Hunde,
In der Wind-ins-Gesicht-Gasse wohne ich,
Ein Sieb-Dach ist über meinem Haupte,
Schimmel freut sich an den Wänden,
Gute Ritzen sind für den Regen da.

„Töte dich!“ spricht mein Messer zu mir.
Im Kote liege ich;
Hoch über mir, in Karossen befahren
Meine Feinde den Mondregenbogen.

Blind.

Tag um Tag
Stirbt – ich bin?
Wo geht meine Zeit denn hin?