Traum versank,
Nacht ist Spiel,
Schlaf das Gut,
Tod das Ziel.

Erde, Stern
Klingt nur so,
Ort ist Ort, wer weiß wo?

Dunkel.

Wie lang schon darb ich vor dem Paradiese,
Schlichte Sehnsucht nach der guten Wiese,
Bravem Schlaf in treuer Bucht.
Herr, gib mir die Blüte, mir die Frucht.

Willst du, o Gott, mich niemals gütig grüßen?
Almosen gibst du Bettlern, Söhnen des Weges,
Kühles Wasser der Forelle,
Seelenantlitz einem Mädchen.

Mir nur, daß ich Trän an Träne weine,
Eule unter Käuzen werde –
Selig kleine Schottersteine
Mütterlich umwärmt sie Erde.

Ratten! Fresset meine Eingeweide!
Zerspell mich, Fels, ertränk mich, Furt!
Was starb ich nicht vor der Geburt?
Aufstrahlt mir nie das Land der Freude.


Franz Evers.

Geboren am 10. Juli 1871 zu Winsen a. d. Luhe. – Fundamente 1892. Eva 1893. Königslieder 1894. Deutsche Lieder 1895. Hohe Lieder 1896. Paradiese 1897. Der Halbgott 1900. Erntelieder 1901.