[43] Vgl. infra.
[44] Weder in der Huth-Hs., noch in dem gegenwärtigen Text, noch in dem dritten Buche der Trilogie ist von Gaheriets Besuch der Merlin-Insel die Rede. Wenn der Schreiber der Hs. No. 112 die obige Angabe richtig verstanden hat, und wenn dieselbe sich nicht auf den Brait bezieht, so haben wir hier einen Hinweis auf den Inhalt des noch fehlenden Endes des zweiten Buches der Trilogie.
[45] Vgl. infra.
[46] Die Hs. hat, wahrscheinlich irrtümlich, X anstatt XII.
[47] Die oben gesperrt gedruckten Reihen weisen auf die Mort Artus des dritten Buches der Trilogie hin. Sie ist erhalten in den spanischen Drucken, in der portugiesischen Hs. und in der Hs. No. 340 der Pariser National Bibliothek ist der Schluß zu finden. Die Version der Mort Artus der Trilogie ist zwar unzweifelhaft auf die der Vulgata zurückzuführen, aber sie unterscheidet sich von derselben in manchen Punkten und ist bedeutend kürzer. Einige wichtige Stellen aus derselben habe ich im XXXVI. Bande der Romania SS. 584-590 gedruckt.
[48] Die oben gesperrt gedruckten Reihen weisen auf den Tod des Morholt durch Tristan und auf Tristans Tod selber hin. Vgl. auch supra S. XXVII.
[49] Im XXVII. Kapitel erzählt M die Abenteuer Ywains (Sir Uwayne) mit der "damoysel of thre score wynter of age". Was ich auf S. XLI N. 1[40] von den Abenteuern des Morholt gesagt habe, gilt auch von denen Ywains, sie sind durchaus verschieden von den in der Trilogie des pseudo-Robert de Borron von diesen beiden Rittern vollbrachten. Ywain und seine Führerin schlagen eine südliche Richtung ein und kommen zuerst "nyghe the marche of walys" zu einem großen Turnier. Ywain besiegt 30 Ritter und erhält den Preis, einen Falken und ein weißes Pferd "trapped with clothe of gold". Nachdem Ywain durch Vermittlung der "old damoysel" viele Abenteuer bestanden hat (die aber nicht erzählt werden), führt sie ihn zu einer Dame "called the lady of the roche", die zwei Brüder, Edward und Hue "of the reed castle", enterbt haben. Die Dame klagt Ywain ihr Leid. Er verspricht ihr zu helfen. Erst will er mit den Brüdern im Guten fertig zu werden versuchen, aber wenn das zu keinem Resultat führt, mit ihnen kämpfen. Am nächsten Tage erscheinen die Brüder, sie weigern sich nicht nur, das Land der Dame wieder herauszugeben, sondern auch einzeln mit Ywain zu kämpfen. Es bleibt Ywain daher nur übrig, gegen beide zugleich zu kämpfen. Am folgenden Morgen findet der Kampf statt. Er dauert viele Stunden. Ywain wird schwer verwundet, es gelingt ihm aber endlich Edward zu töten und Hue zur Übergabe zu zwingen. Hue verpflichtet sich, beim nächsten Pfingstfest am Hofe Arthurs zu erscheinen und gibt der Dame ihr Land zurück. Ywain bleibt beinahe sechs Monate im Hause der Dame, um seine Wunden zu heilen. "And soo whan it drewe nygh the terme day that syr gawayn, syr Marhaus and syre Vwayne shold mete at the crosse way, thenne euery knyght drewe hym thyder to holde his promyse that they had made; & syr Marhaus and syr Vwayne broughte their damoysels with them, but sir Gawayn had lost his damoysel as it is afore reherced". Die Abenteuer Ywains füllen in der Hs. No. 112 fols. 37b-43a (SS. 66-85 der vorliegenden Ausgabe), d. h. bis zur Rückkehr Ywains an den Hof, also etwa sechsmal soviel als in M. Alles was nach diesen Abenteuern in der Hs. No. 112 folgt, d.h. fols. 43a-58b (SS. 85-134) hat in M nichts entsprechendes, ist also entweder von M oder schon von dem Zusammensteller seiner Vorlage unterdrückt worden.
[50] Vgl. supra S. IL.
[51] Ganz verschieden von dem was hier erzählt wird, erzählt M im XXIX. Kapitel seines vierten Buches, was an dem verabredeten Tage an der Quelle sich ereignete:
Alle sechs, d. h. die drei Ritter und die drei Jungfrauen, finden sich pünktlich ein, Gawains Begleiterin kann aber nicht viel gutes von ihm berichten. Nachdem die Ritter von den Jungfrauen Abschied genommen haben, treffen sie im Walde einen Boten Arthurs, der schon beinahe zwölf Monate England, Schottland und Wales durchstreift hat, um Gawain zu sagen, daß er mit Ywain an den Hof zurückkehren solle. Ywain und Gawain bitten den Morholt sie zu begleiten. Nach einem zwölftägigen Ritt erreichen sie Camelot, wo sie mit großer Freude begrüßt werden. Sie leisten den üblichen Eid, nur die Wahrheit zu sagen, und berichten ihre Abenteuer während ihrer zwölfmonatlichen Abwesenheit. Dabei stellt sich heraus, daß der Morholt schon in Kämpfen mit vielen der Gefährten Bekanntschaft gemacht hat, denn er ist einer der besten Ritter, die damals lebten. Zu Pfingsten erscheint auch "Nymue the damoysel of the lake" mit Pelleas bei Hofe. Bei dem großen, zur Feier des Tages veranstalteten Turnier gewinnt Pelleas den ersten, der Morholt den zweiten Preis. Am Tage darauf werden beide zu Gefährten der Tafelrunde gemacht und erhalten die beiden im Laufe des Jahres durch den Tod ihrer Inhaber erledigten Sitze. Pelleas kann Gawain nicht mehr lieben, aber er schont ihn oft um Arthurs willen "for so it reherceth in the book of Frensshe". Lange nach diesem Pfingstfeste erschlägt Tristan den Morholt auf einer Insel, nachdem derselbe ihn so schwer verwundet hat, daß er sechs Monate in einem Kloster liegen muß. "And sire Pelleas was a worshipful knyghte & was one of the four that encheued the sancgreal; and the damoysel of the lake made by her meanes that never he had adoo with sire launcelot de lake, for where sire launcelot was at ony Iustes or ony tornement, she wold not suffre hym be there that daye, but yf it were on the syde of sire launcelot".