Ich kenne keine Graal-Queste, in der vier Ritter erfolgreich sind. In der Galahad-Queste sowohl der Vulgata als auch der Trilogie sitzen einschließlich Galahads selber 12 Ritter an der Graal-Tafel, aber nur in der letzteren werden die Namen derselben genannt. Weder in der Hs. No. 343, noch in den spanischen Drucken noch endlich in der portugiesischen Hs. zu Wien ist Pelleas einer von den 12 Rittern. Vgl. Romania, vol. XXXVI, SS. 572, 573 und 574.

[52] Der gute Ritter ist natürlich Galahad. Vgl. supra S. XLV.

[53] Die Erklärung an dieser Stelle, d. h. nicht weit vom Ende des zweiten Buches der Trilogie, daß Galahad noch nicht erzeugt ist und daß noch einige Zeit vergehen werde vor seiner Zeugung, macht es mehr denn wahrscheinlich, daß der pseudo-Robert de Borron, ebenso wenig wie sein Waffengefahrte Helie im zweiten Teil des Tristan, die Zeugung und Geburt Galahads überhaupt nicht erzählt hat. Ich habe supra S. XX erwähnt, daß, um diesen Mangel zu beseitigen, wahrscheinlich ein späterer Abschreiber den Auszug aus dem Vulgat-Lancelot einer Tristan-Hs. beigefügt hat, durch welche derselbe dann in einige andere Hss. gelangt ist.

[54] Wer diese Jungfrau ist, wird nirgends erwähnt. Auch die Identität ihrer Schwester, bei der Ywain übernachtet, wird nicht verraten.

[55] Ich kann mich nicht entsinnen weder in der Huth-Hs. noch in den spanischen und portugiesischen Texten irgendwo gelesen zu haben, daß Gawain kurz vor dem Pfingstfeste, an welchem Galahad an den Hof kommt, um den leeren Sitz an der Tafelrunde einzunehmen, Ywain mit einem Stein verwundete, den er nach einem Hunde geworfen hatte.

[56] Die Prophezeihung stimmt mit dem über Ywains Tod in der Mort Artus Erzählten überein. Mordret spaltet Ywains Kopf mit einem Streiche seines Schwertes.

[57] Der schönste Ritter der Tafelrunde, der durch die Liebe stirbt, kann kein anderer sein als Tristan. Vgl. supra S. LIII.

[58] Welcher Nascien?

[59] Ob Nascien oder ein anderer ist nicht klar.

[60] Wenn man sich daran erinnert, daß Girflet und Keux, als sie Ywain am __Perron du Cerf__ fanden (vgl. supra S. LVI), ihm ausdrücklich erklärten, daß Artus sie ausgesandt habe, um ihn zurückzubringen, muß man sich wundern, daß die Königin ihm nun, als etwas scheinbar ganz neues, von Artus' Sinnesänderung erzählt.