»Da behandelt wieder, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann die Wesen nicht heftig und quaalvoll, geht nicht mit Fäusten, mit Steinen, mit Stöcken, mit Waffen gegen sie vor. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, rüstig sein. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zu Rüstigkeit führt, dass man da die Wesen nicht heftig und quaalvoll behandelt, {349} nicht mit Fäusten, mit Steinen, mit Stöcken, mit Waffen gegen sie vorgeht.
»Da ist, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann zornig gesinnt, macht viel Geschrei; wenn ihm auch wenig gesagt wird fährt er auf, erregt sich, ärgert sich, widersetzt sich, legt Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den Tag. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, unschön sein. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zur Unschönheit führt, dass man da zornig gesinnt ist, viel Geschrei macht, wenn einem auch wenig gesagt wird auffährt, sich erregt, sich ärgert, sich widersetzt, Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den Tag legt.
»Da ist wieder, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann nicht zornig gesinnt, macht nicht viel Geschrei; wenn ihm auch viel gesagt wird fährt er nicht auf, erregt sich nicht, ärgert sich nicht, widersetzt sich nicht, legt nicht Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den Tag. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, anmuthig sein. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zur Anmuth führt, dass man da nicht zornig gesinnt ist, nicht viel Geschrei macht, wenn einem auch viel gesagt wird nicht auffährt, sich nicht erregt, {350} sich nicht ärgert, sich nicht widersetzt, nicht Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den Tag legt.
»Da ist, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann eifersüchtig: wenn andere Verdienste haben, werthgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, ist er neidig, missgünstig, fröhnt der Eifersucht. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, wenig vermögen. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zu wenig vermögen führt, dass man da eifersüchtig ist, wenn andere Verdienste haben, werthgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, neidig, missgünstig ist, der Eifersucht fröhnt.
»Da ist wieder, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann nicht eifersüchtig: wenn andere Verdienste haben, werthgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, ist er nicht neidig, nicht missgünstig, fröhnt keiner Eifersucht. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, viel vermögen. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zu viel vermögen führt, dass man da nicht eifersüchtig ist, wenn andere Verdienste haben, werthgehalten, hochgeschätzt, geachtet, geehrt, gefeiert werden, nicht neidig, nicht missgünstig ist, keiner Eifersucht fröhnt.
»Da wendet, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann Asketen oder Priestern keine Gabe zu, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, {351} nach dem Tode, abwärts gerathen, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, wenig besitzen. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zu wenig Besitz führt, dass man da Asketen oder Priestern keine Gabe zuwendet, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht.
»Da wendet wieder, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann Asketen oder Priestern Gaben zu, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, viel besitzen. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zu viel Besitz führt, dass man da Asketen oder Priestern Gaben zuwendet, Speise und Trank und Kleidung, Wagen und Schmuck und duftende Salben, Lager und Obdach und Licht.
»Da ist, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann trotzig und hochmüthig, grüßt keinen, der Gruß verdient, erhebt sich vor keinem, vor dem man sich erheben soll, bietet keinen Sitz an wem ein Sitz gebührt, weicht auf dem Wege nicht aus wem auszuweichen ist, hält einen Werthzuhaltenden nicht werth, schätzt einen Hochzuschätzenden nicht hoch, achtet keinen Achtbaren, ehrt keinen Ehrwürdigen. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; {352} oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, niedrig gestellt sein. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zu niedriger Stellung führt, dass man da trotzig und hochmüthig ist, keinen grüßt, der Gruß verdient, sich vor keinem erhebt, vor dem man sich erheben soll, keinen Sitz anbietet wem ein Sitz gebührt, auf dem Wege nicht ausweicht wem auszuweichen ist, einen Werthzuhaltenden nicht werthhält, einen Hochzuschätzenden nicht hochschätzt, keinen Achtbaren achtet, keinen Ehrwürdigen ehrt.
»Da ist wieder, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann nicht trotzig, nicht hochmüthig, grüßt, wenn einer Gruß verdient, erhebt sich, wenn man sich vor einem erheben soll, bietet Sitz an wem ein Sitz gebührt, weicht auf dem Wege aus wem auszuweichen ist, hält einen Werthzuhaltenden werth, schätzt einen Hochzuschätzenden hoch, achtet einen Achtbaren, ehrt einen Ehrwürdigen. Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen, in himmlische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, hoch gestellt sein. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zu hoher Stellung führt, dass man da nicht trotzig, nicht hochmüthig ist, grüßt, wenn einer Gruß verdient, sich erhebt, wenn man sich vor einem erheben soll, Sitz anbietet wem ein Sitz gebührt, auf dem Wege ausweicht wem auszuweichen ist, einen Werthzuhaltenden werthhält, einen Hochzuschätzenden hochschätzt, einen Achtbaren achtet, einen Ehrwürdigen ehrt.
»Da ist, Brāhmane, irgend ein Weib oder ein Mann einem Asketen oder einem Priester begegnet und erkundigt sich nicht: {353} ›Was ist heilsam, o Herr, was ist unheilsam, was ist unrecht und was ist recht, was ist zu betreiben und was ist nicht zu betreiben? Was kann mir indem ich es thue lange zum Unheil und Leiden gereichen, und was kann mir wieder indem ich es thue lange zum Wohle, zum Heile gereichen?‹ Da lässt ihn solches Wirken, also vollzogen, also vollbracht, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; oder wenn er nicht dahin gelangt und Menschenthum erreicht, wird er, wo er da neugeboren wird, unverständig sein. Das ist der Uebergang, Brāhmane, der zur Unverständigkeit führt, dass man da einem Asketen oder einem Priester begegnet und sich nicht erkundigt: ›Was ist heilsam, o Herr, was ist unheilsam, was ist unrecht und was ist recht, was ist zu betreiben und was ist nicht zu betreiben; was kann mir indem ich es thue lange zum Unheil und Leiden gereichen, und was kann mir wieder indem ich es thue lange zum Wohle, zum Heile gereichen.‹