Die abschließende Mahnung mā pamādattha, wie noch in Nr. 8, 19 und 152, entspricht den letzten Worten Gotamos, als appamādena sampādetha im Dīghanikāyo Nr. 16 überliefert. Achthundert Jahre später vom großen ANTONIOS dem Eremiten wiederholt als μη εκκακειν εν τῃ ασκησει, nach des ATHANASIOS autoptischer Biographie, p. 56 der Ausgabe von 1611: und noch einmal als frohen Scheidegruß vor seinem Ende, den Jüngern zum Vermächtnisse, treu bewahrt von den andächtigen Freunden, χαιρον διελεγετο και παρηγγειλεν αυτοις· μη ολιγωρειν εν τοις πονοις, μη δε εκκακειν τῃ ασκησει, αλλ ὡς καθ’ ἡμεραν αποθνησκοντας ζῃν, ib. p. 116. — Die vielmehr hindustanische als palaestinensische Natur dieses ächten ANTONIOS der Augenzeugen, der allerdings dem Zerrbilde frommer Lügner, Zeloten und Legendenjäger recht unähnlich sieht, kommt in der Sterbestunde ganz unverkümmert zum Vorschein, wo er allein mit den beiden Hauptjüngern, aggasāvakā möchte man sagen, MAKARIOS und AMMATAS, wieder auf seine entlegene Bergfeste zurückgezogen die Abmachung trifft, ihn verborgen zu begraben (vergl. Lieder der Mönche v. 919), und ihnen endlich den ebenso unchristlichen als rein buddhistischen Rath ertheilt, ζησατε προσεχοντες ἑαυτοις, και μνημονευοντες ὡν ηκουσατε παρ’ εμου παραινεσεων, l. c. p. 117, d. i. attadīpā viharatha attasaraṇā anaññasaraṇā, dhammadīpā dhammasaraṇā anaññasaraṇā: also die wörtliche Paraphrase eines der letzten Rathschläge Gotamos an Ānando, wiederum Dīghanikāyo No. 16, 2. Abschnitt i. f.
[28] »Willst du beschieden sein rechter Nothdurft?« — »Ja.« — »Das ist Brunnen und Brot und ein Rock: das ist rechte leibliche Nothdurft.« ECKHART, p. 461. — Vergl. noch Mahābhāratam XIV, 46, 23 und 32.
[29] ανθρωποι κενεης οιησιος εμπλεοι ασκοι: TIMONIS PHLIASII Sillus 14.
[30] Die Pforten der Sinne verschlossen haben, sagt ECKHART, p. 624; auch hat er nach den fünf Sinnen das Denken als sechsten Sinn richtig erkannt, p. 109, 590.
[31] Cf. Lieder der Mönche Seite 306 Anm. 1. — S̀ukasaptati 52:
Prajñāvisphāritākṣāṇāṃ
vidravanti vipattayaḥ
hastodyatapradīpānām
andhakāra ivāgrataḥ.