[47] Cf. MAKARIOS, Homil. XXX § 6 i. f.: Η ὡσπερ πετεινον, επαν εν ὑψει πετασθῃ, αμεριμνον εστιν, κτλ. Ein ähnliches Gleichniss von der Seele als einer unbeschwerten Flaumfeder bei ECKHART p. 360. Vergl. noch Relations etc. de la Trappe, Paris 1702, I. p. 11: »Je suis comme une feuille, que le vent enleve de dessus la terre«; Lieder der Mönche v. 104.

[48] Vergl. ATHANASIOS über ANTONIOS, Vita p. 92: Ουδεποτε γαρ εταραττετο, γαληνιωσης αυτου της ψυχης· ουδεποτε σκυθρωπος εγινετο, χαιρουσης αυτον της διανοιας. Dann CELANO (Vita II, cap. 65 & 68) über S. FRANCESCO: Tutissimum remedium contra mille inimici astutias laetitiam spiritualem sanctus iste firmabat. — Studebat proinde sanctus in iubilo cordis semper existere, servare unctionem spiritus oleumque laetitiae. Morbum accidiae pessimum summa cura vitabat. — Pro generali commonitione in quodam capitulo scribi fecit haec verba: Caveant fratres, ne se ostendant extrinsecus nubilosos et hypocritas tristes, sed ostendant se gaudentes in Domino, hilares et iucundos, et convenienter gratiosos. — Wie sein »lieber herre sant Franciscô« hat in diesem Sinne auch Meister ECKHART (p. 467) gesagt, »daz der mensche nimmer cleglich wort gesprichet... daz er nimmer mê ervrewet wird: er ist selber diu vreude.«

[49] τον εσωτεραν ερημον Αντωνιου, p. 68.

[50] Der siam. Text hat richtig samanupassāma. — Zum Topus kataṃ karaṇīyam, »Gewirkt das Werk«, cf. Lieder der Mönche v. 541 Anm.; und die selben Worte S. FRANCESCOS in seinen letzten Tagen: »Ego quod meum est feci.« — Die Unterscheidung, bez. Unterscheidungen, S. 119 passim, entsprechen ganz prachtvoll der ειδοποιος διαφορα, bez. den διαφοραι des ARISTOTELES; auch der platonischen επιστημη διαφορτητος. Vergl. noch p. XXIII-XXV meiner Buddhistischen Anthologie; und die letzte Anmerkung zur 64. Rede. Gegensatz: »Ein ding ân’ underscheide«, wie es bei uns schon GOTTFRIED als höchsten Begriff der Einheit giebt, Tristan v. 18358. Ueber das Anhangen, bez. die fünf Stücke des Anhangens, ibid., sagte mir einmal ROBERT L’ORANGE: »Die ‚Theologia deutsch‘ enthält das häufig wiederkehrende Wort ‚Annehmen‘, ‚Sich-einer-Sache-annehmen‘, und unter diesem Wort beschreibt der Frankfurter das buddhistische upādānam.« Ebenso spricht der Hochheimer, der große ECKEHART: »Dir ist nôt vor allen dingen, daz dû dich nihtesniht annemest« p. 22; p. 634 mit dem Gleichnisse vom Hagedorn, der nur glatt geschlichtet durch das Heu dieser kranken Welt ohne anzuhaften hindurchgezogen wird; p. 561: »waz an dir und in dir ist, ez ist allez gar siech unde verdorben.« Etc. Endlich sei noch auf MERSWINS Buch von den Neun Felsen verwiesen, wo p. 105 das ledig und unangenommen stehn erörtert ist.

[51] Es ist gleich uḷārabhogakulā zu lesen; vergl. die 96. Rede, ed. Siam. p. 592. — Cf. das kulagṛham, Ṛtusaṃhāre VI, 21, zumal die kulīnatā, Harṣacarite 2p. 168. Die Liste seltener Wörter aus dem zweitgenannten Werke, die THOMAS im Journal Roy. As. Soc. 1899 p. 485–517 zusammengestellt hat, weist denn auch manche lehrreiche Pālizismen auf, wie piṇḍapātī u. a. Letzteres Wort ist mir noch Yogaśikhopaniṣadi I, v. 124 begegnet, ed. Bomb.

[52] Das bāhusaccam, bez. diṭṭhupādānam im allgemeinen, den Hang zur Vielwisserei, hat ROBERT L’ORANGE treffend erklärt als »die Gelehrtenkünstlerdichterphilosophenweiseneitelkeit, das sich zueignen jeder intellektuellen Eigenschaft, von der falschen, aber blendenden und vor der Welt glänzenden Philosophie des puthujjano bis zur Weisheit des dhammānusārī«.

[53] piṇḍapātiko, der von Haus zu Hause schweigend hintritt, einen Brocken, einen Bissen abzuwarten, einzusammeln; cf. Theragāthā 849 f. — Vergl. CELANO (Vita II, cap. 17) über S. FRANCESCO: Pater sanctus utebatur eleemosynis ostiatim quaesitis multo libentius quam oblatis; verecundiam mendicandi inimicam saluti dicebat, verecundiam in mendicando eam, quae pedem non retrahit, sanctam esse confirmans.

[54] Cf. die 65. Rede, Anfang. — Ησθιεν τε ἁπαξ της ἡμερας: ANTONII Eremitae Vita p. 13.